DGAP-News: Dierig Holding AG: Bei schwachem Textilgeschäft wächst Dierig-Konzern im ersten Halbjahr 2019 im Immobiliensegment

2019. augusztus 19., hétfő, 10:00





DGAP-News: Dierig Holding AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis


Dierig Holding AG: Bei schwachem Textilgeschäft wächst Dierig-Konzern im ersten Halbjahr 2019 im Immobiliensegment


19.08.2019 / 10:00



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  • Konzernumsatz sinkt um 9,4 Prozent auf 28,0 Millionen Euro

  • Wachstum im Immobiliensegment, deutlicher Umsatzrückgang im Textilbereich

  • Positives Vorsteuerergebnis in Höhe von 1,4 Millionen Euro

  • An die verschlechterte Textilkonjunktur angepasste Umsatzprognose für 2019 - Ertragsprognose bestätigt



Augsburg, 19. August 2019 - Der Dierig-Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2019 einen konsolidierten Umsatz von 28,0 Millionen Euro und blieb damit um 9,4 Prozent unter dem im Vorjahreszeitraum erwirtschafteten Umsatz in Höhe von 30,9 Millionen Euro. Dabei wurde der Umsatzplan verfehlt. Der Umsatzrückgang resultierte aus dem Textilgeschäft, in dem sich in nahezu allen Sparten und Regionalmärkten das konjunkturelle Umfeld verschlechtert hatte. Die Immobiliensparte hingegen behielt ihren Wachstumskurs bei.



Als Folge der sehr schwierigen und sich in einigen Sparten deutlich verschlechternden Situation auf den Textilmärkten wies das Textilsegment für das erste Halbjahr 2019 ein negatives Segmentergebnis aus, während der Immobilienbereich sein operatives Ergebnis halten konnte. In Summe erwirtschaftete der Dierig-Konzern im ersten Halbjahr 2019 ein Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von 1,4 Millionen Euro (Vorjahr 2,4 Millionen Euro) und erzielte damit ein befriedigendes Ergebnis. Im Ergebnis enthalten sind Gewinne aus Grundstücksverkäufen in Höhe von 0,3 Millionen Euro vor Steuern (Vorjahr 0,8 Millionen Euro), sodass das operative Ergebnis bei 1,1 Millionen Euro (Vorjahr 1,6 Millionen Euro) liegt.




Mode in der Krise


Im Textilsegment erwirtschafteten die Gesellschaften des Dierig-Konzerns im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 22,0 Millionen Euro (Vorjahr 25,3 Millionen Euro), was einem Umsatzrückgang von 13,0 Prozent gleichkommt. Der Umsatzrückgang betraf nahezu alle Sparten, Geschäftsfelder und Regionalmärkte.



In Deutschland erwirtschafteten die textilen Gesellschaften einen Umsatz in Höhe von 12,9 Millionen Euro, was im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Umsatz von 13,5 Millionen Euro ein Umsatzminus von 4,4 Prozent darstellt. "Die Mode steckt in der Krise", beschreibt Vorstandssprecher Christian Dierig die Rahmenbedingungen der Textilgesellschaften des Dierig-Konzerns. "Wir spüren die rückläufige Nachfrage und den Preisdruck, der vom Handel ausgeht. Geschäfte, bei denen wir zuschießen, können und wollen wir nicht machen, lieber verzichten wir auf den Umsatz."



Stark war der Umsatzrückgang bei hochwertiger Bettwäsche in Deutschland. Gegen den Trend konnte die Bettwäschegesellschaft Kaeppel, die mit ihrer Marke in Deutschland das mittlere Preissegment besetzt und ihre Ware vorrangig an Großabnehmer absetzt, ihren Umsatz auf Vorjahresniveau halten und übertraf die Planzahlen. Einen Umsatzrückgang musste Dierig auch im Bettwäschegeschäft in der Schweiz hinnehmen, die österreichische Bettwäschegesellschaft blieb auf Vorjahresniveau.



Im Ausland erzielten die textilen Gesellschaften einen Halbjahresumsatz in Höhe von 9,1 Millionen Euro. Im Vergleich mit dem Umsatz des Vorjahreszeitraums in Höhe von 11,9 Millionen Euro bedeutet dies einen Rückgang in Höhe von 23,5 Prozent. Hauptursache war die abermalige Verringerung des Exportgeschäfts mit Abnehmern in Westafrika.



Aufgrund der schlechten Konjunktur in Westafrika blieb die Christian Dierig GmbH im Berichtszeitraum beim Export hochwertiger Damaste deutlich unter dem Vorjahresniveau. Zudem wurden aufgrund des hohen Ausfallrisikos Geschäfte nur noch gegen Vorkasse getätigt. Die textile Exportquote belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 41,4 Prozent (Vorjahr 47,0 Prozent).



Der Verkauf von Basisgeweben für die Polierscheiben- und Schleifscheibenproduktion blieb dagegen nur leicht unter Plan. Der Handel mit technischen Textilien für die Filtration entwickelte sich wie geplant auf niedrigem Niveau seitwärts.



Die im Rohgewebehandel und im Handel mit Objekttextilien tätige Tochtergesellschaft BIMATEX konnte im ersten Halbjahr 2019 in beiden Sparten die Vorjahresumsätze und Planzahlen nicht erreichen. Der Vertrieb von Rohgeweben an die Heimtextilien-Industrie in Südeuropa und Frankreich verlief im ersten Halbjahr 2019 schleppend. Das Objektgeschäft mit Hotel- und Krankenhauswäsche sowie mit Textilien für Pflegeheime, für die Großgastronomie und für vergleichbare Abnehmer blieb im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls unter den Vorgaben des Vorjahreszeitraums und den Planzahlen. Dabei zeigte die 2018 erfolgte Umstellung vom Großhandels- zum Direktvertrieb an große Endabnehmer immer noch Wirkung.




Immobilienumsatz steigt um 7,1 Prozent


Im Immobilienbereich erwirtschaftete Dierig im ersten Halbjahr 2019 einen Umsatz in Höhe von 6,0 Millionen Euro (Vorjahr 5,6 Millionen Euro) und erzielte damit eine Umsatzsteigerung von 7,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Immobilienvorstand Benjamin Dierig: "Dabei handelt es sich erfreulicherweise um organisches Wachstum."



Alle Konzernstandorte in Augsburg und Kempten waren im ersten Halbjahr 2019 praktisch voll vermietet. Der Vermietungsgrad lag zum Ende des ersten Halbjahres 2019 bei 96 Prozent und damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2018 um einen Prozentpunkt verbessert beziehungsweise auf dem Niveau des Geschäftsjahresendes 2018. Sämtliche Entwicklungs- und Bauprojekte verliefen plangemäß.



Fortschritte erzielte der Dierig-Konzern auch bei der Immobilienentwicklung. Der im Zuge der geplanten Umwidmung von Gewerbeflächen zu Wohnbaugrundstücken am Standort Augsburg-Mühlbach erstellte Bebauungsplan erhielt im zweiten Quartal 2019 - aufgrund der Ämterüberlastung mit knapp zweijährigem Verzug - Rechtskraft. Damit hat das Bauvorhaben, bei dem rund 200 Wohnungen mit insgesamt 20.000 Quadratmetern Geschossfläche errichtet werden sollen, alle rechtlichen Hürden genommen. Die Wohnungen will Dierig nach Fertigstellung im eigenen Bestand halten und vermieten.



Am Standort Prinz Gewerbepark ist geplant, das Kesselhaus zu einem Veranstaltungsort umzubauen. In der Vergangenheit wurde die Industrieimmobilie immer wieder als Location für Events nachgefragt. Dierig leitete daher ein Genehmigungsverfahren zur dauerhaften Nutzungsänderung ein. Die Entwicklung der unbebauten Flächen am Standort Porschestraße in Gersthofen liegt ebenfalls im Plan.




Angepasste Umsatzprognose, Ertragsprognose bestätigt


Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und des eingetrübten konjunkturellen Umfelds im Textilgeschäft sieht sich der Vorstand der Dierig Holding AG veranlasst, die Prognose für das Jahr 2019 in einigen Punkten zu revidieren. Wurde zu Jahresanfang noch ein leicht rückläufiger inländischer Bettwäscheumsatz erwartet, muss nun mit einem stärker rückläufigen Umsatzvolumen in diesem Geschäftsbereich gerechnet werden. Auch das bei der Tochtergesellschaft BIMATEX prognostizierte Umsatzplus im Objektgeschäft wird sich bis Jahresende nicht realisieren lassen. Zudem ist anzunehmen, dass auch das Bettwäschegeschäft in der Schweiz und der Damasthandel mit Abnehmern in Westafrika unter den Erwartungen bleiben. Damit wird sich der Textilumsatz stärker rückläufig entwickeln als zu Jahresbeginn prognostiziert.



Für alle anderen Geschäftsbereiche und insbesondere für das Immobiliensegment bekräftigt der Vorstand seine Prognose für das Jahr 2019. Die Immobiliensparte geht in ihren Planungen von weitgehend stabilen Mietverhältnissen und einer guten Nachfrage nach Gewerbeflächen an den Konzernstandorten Augsburg und Kempten aus. Durch die heterogene Flächen- und Mieterstruktur mit 160.000 Quadratmetern Gewerbemietflächen unterschiedlicher Nutzungsarten und Preiskategorien und 260 Mietern ist das Vermietungsgeschäft stabil. Nachdem 2018 und 2019 mehrere kleine Bauvorhaben abgeschlossen und neue Mietflächen an die Mieter übergeben wurden, die im Geschäftsjahr 2019 umsatzrelevant werden, ist beim Immobilienumsatz mit einem weiteren organischen Wachstum zu rechnen. Darin eingerechnet sind Umsatzsteigerungen durch indizierte Mieten. Der 2018 erreichte Vermietungsgrad in Höhe von 96,0 Prozent lässt sich naturgemäß kaum noch verbessern, kann 2019 aber gehalten werden.



Bestätigt wird die Ertragsprognose. Trotz des stärker rückläufigen Konzernumsatzes und des negativen Spartenergebnisses im Bereich Textil im ersten Halbjahr 2019 rechnet Dierig für das Gesamtjahr mit einem Ergebnis auf Vorjahresniveau.



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Über Dierig


Die Augsburger Dierig-Gruppe wurde 1805 gegründet. Die textilen Gesellschaften der Dierig-Gruppe sind breit aufgestellt. Sie handeln international mit Roh- und Fertiggeweben vielfältiger Qualitäten, bieten Objekttextilien für Hotels, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an, verkaufen technische Textilien und produzieren designstarke Markenbettwäsche. Im Bereich der Markenbettwäsche gehört Dierig mit den Marken Fleuresse und Adam Kaeppel zu den Marktführern im deutschsprachigen Raum.



Die Immobiliensparte verwaltet, entwickelt und vermarktet das umfangreiche Immobilienvermögen des Konzerns und erweitert dieses über Zukäufe. Die Liegenschaften umfassen rund 520.000 Quadratmeter Grundstücks- und 160.000 Quadratmeter Gebäudeflächen an den Standorten Augsburg und Kempten.



Im Jahr 2018 setzte der 200 Mitarbeiter starke Dierig-Konzern 59,8 Millionen Euro um, davon 48,0 Millionen Euro im Bereich Textil und 11,8 Millionen Euro im Bereich Immobilien.
















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