DGAP-News: MS Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183) Freiwillige Quartalsmitteilung zum Ende des 3. Quartals 2019 MS Industrie Gruppe mit EAT im 1.-3. Quartal 2019 in Höhe von Mio. EUR -1,1 - Gesamtjahresausblick (bereinigt) leicht negativ

2019. november 22., péntek, 10:31







DGAP-News: MS Industrie AG


/ Schlagwort(e): Quartals-/Zwischenmitteilung/9-Monatszahlen






MS Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183) Freiwillige Quartalsmitteilung zum Ende des 3. Quartals 2019 MS Industrie Gruppe mit EAT im 1.-3. Quartal 2019 in Höhe von Mio. EUR -1,1 - Gesamtjahresausblick (bereinigt) leicht negativ








22.11.2019 / 10:31




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MS Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183)



Freiwillige Quartalsmitteilung zum Ende des 3. Quartals 2019



MS Industrie Gruppe mit EAT im 1.-3. Quartal 2019 in Höhe von Mio. EUR -1,1 - Gesamtjahresausblick (bereinigt) leicht negativ



München, 22. November 2019



Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Mitarbeiter(innen) und Geschäftspartner,



die MS Industrie AG, München (ISIN: DE0005855183) legt, aufbauend auf den geprüften Konzernabschlusszahlen 2018 und den am 23. August 2019 veröffentlichten, ungeprüften Kennzahlen des 1. Halbjahres 2019, auf freiwilliger Basis, ausgewählte, ungeprüfte Quartalskennzahlen nach IFRS für das 3. Quartal 2019 vor, wonach das bereinigte 3. Quartal für die MS Industrie-Gruppe in Anbetracht der konjunkturellen Entwicklung in den Hauptmärkten nicht zufriedenstellend verlief.



Die ersten 9 Monate des Geschäftsjahres 2019 waren für die MS Industrie-Gruppe erwartungsgemäß durch eine im Vorjahresvergleich deutlich rückläufige Umsatzentwicklung geprägt. Dies trifft in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres 2019 - nach der Teilveräußerung der US-Aktivitäten Anfang April - geografisch gesehen vor allem auf den US-Standort der Gruppe und segmentbezogen auf das Segment "Powertrain" zu. An den deutschen Standorten der Gruppe hat sich die Geschäftsentwicklung in Summe sowohl im Vergleich zu den zufriedenstellend bis gut verlaufenen ersten 9 Monaten des Vorjahres als auch im separaten Quartalsvergleich zum zufriedenstellenden 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019 erwartungsgemäß entwickelt.



In den beiden Hauptsegmenten Powertrain Technology Group, auch kurz: "Powertrain", sowie Ultrasonic Technology Group, auch kurz: "Ultrasonic", verlief die Umsatzentwicklung ebenfalls sehr unterschiedlich. Per Ende des 3. Quartals liegen die Umsätze des Segments "Powertrain" mit rund -18,3 % deutlich unter den Umsätzen des Vorjahres. Davon lagen die Umsätze des Teilsegments "Powertrain - Diesel" mit rund -20,4% ebenfalls deutlich unter Vorjahr und die Umsätze des Teilsegments "Powertrain - Elektro" mit rund +4,7 % leicht über Vorjahr. Die Umsätze des Segments "Ultrasonic" dagegen liegen mit rund -9,9 % ebenfalls leicht unter den Vorjahresumsätzen.



Dabei trugen in den ersten drei Quartalen die Umsätze des Segments "Powertrain" mit einem Anteil von rund 79 % und die Umsätze des Segments "Ultrasonic" mit einem Anteil von rund 21 % zum konsolidierten Gesamtumsatz bei.



Die Auftragsbestände lagen per Ende September 2019 mit insgesamt rund Mio. EUR 97,5 und rund -33,3 % deutlich unter den durchschnittlichen Auftragsbeständen des Vorjahres. Davon lagen die Auftragsbestände im Segment "Ultrasonic" mit rund -2,1 % leicht und im Segment "Powertrain" mit rund -44,7 % deutlich unter den durchschnittlichen Auftragsbeständen des Vorjahres.



Die Ertragslage hat sich in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019 in Bezug auf die wesentlichen Ergebniskennzahlen, insbesondere das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA -, das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT -, das Ergebnis vor Steuern - EBT -, das Ergebnis nach Steuern - EAT - sowie das Ergebnis pro Aktie - "EpS" ("Earnings per Share"), zufriedenstellend entwickelt.



Diese Entwicklung muss einerseits vor dem grundsätzlich positiven Hintergrund eines sich aktuell noch erholenden, europäischen Nutzfahrzeugmarktes gesehen werden: Zulassungsanstieg von +4,6 % im 1.-3. Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Anstieg der Zulassungen in Deutschland: +10,9 %), wie die aktuellste Auswertung, Stand: 24. Oktober 2019, der "Association des Constructeurs Européens d"Automobiles", Brüssel, ("ACEA") bestätigt. Der europäische Markt für schwere Nutzfahrzeuge über 16 Tonnen hat sich europaweit mit einer positiven Umsatzentwicklung von +5,3 % im 1.-3. Quartal 2019 im Vergleich zum Gesamtnutzfahrzeugmarkt und im Vergleich zum Vorjahres-Zeitraum sogar überdurchschnittlich entwickelt (zum Vergleich: Leichter Anstieg der Zulassungen in Deutschland im 1.-3. Quartal 2019: +8,2 %) (Quelle ebenfalls: "ACEA", Stand: 24. Oktober 2019). Diese Zahlen stimmen jedoch nur bedingt positiv, auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Zulassungen des gesamten europäischen Nutzfahrzeugmarktes im September 2019 mit -10,0 % deutlich unter dem Vorjahresmonat lagen. Nochmals bekräftigt wird diese pessimistische Sichtweise durch die aktuellen Verlautbarungen der großen OEM"s, die sich offensichtlich überwiegend auf ein deutlich schwieriger werdendes Marktumfeld ab dem Jahr 2020 vorbereiten.



Nun zu den Finanzdaten und Entwicklungen im Detail:



Der bereinigte Gesamtumsatz der MS Industrie-Gruppe beträgt im Berichtszeitraum kumuliert rund Mio. EUR 174,7 (Vj. Mio. EUR 209,4) und liegt damit deutlich unter dem Niveau des Vorjahresumsatzes.



Es ist der MS Industrie-Gruppe gelungen, in den ersten 3 Quartalen 2019 im Konzern ein



- Kumuliertes, bereinigtes Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund Mio. EUR 11,2 (Vj. Mio. EUR 16,8),



und bezogen nur auf das 3. Quartal 2019 im Konzern ein



- Bereinigtes Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund Mio. EUR 2,1 (Vj. Mio. EUR 4,9)



zu erwirtschaften.



Die finanziellen Eckdaten des 3. Quartals 2019 (Juli bis September 2019) stellen sich wie folgt dar:



Der Gesamtumsatz belief sich im 3. Quartal konsolidiert auf rund Mio. EUR 50,2 (Vj. Mio. EUR 69,1).



Das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - beläuft sich auf rund Mio. EUR 2,1 (Vj. Mio. EUR 4,9), das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT - auf rund Mio. EUR -1,3 (Vj. Mio. EUR 1,9), das Ergebnis vor Steuern - EBT - auf rund Mio. EUR -1,8 (Vj. Mio. EUR 1,6) und das Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen - EAT - auf rund Mio. EUR -1,7 (Vj. Mio. EUR 1,2).



Hauptgrund für das deutlich niedrigere EBITDA im 3. Quartal 2019 im Vergleich zum 3. Quartal 2018 ist ein unterproportionaler Rückgang der Personalaufwendungen im Vergleich zu den deutlich gesunkenen Umsatzerlösen im Segment "Powertrain" nach der Teilveräußerung der US-Aktivitäten Anfang April mit Kaufvertrag vom 22. März 2019. Gegenmaßnahmen sind bereits eingeleitet und werden sich ab Anfang 2020 auswirken.



Die finanziellen Eckdaten der ersten 3 Quartale 2019 (Januar bis September 2019) stellen sich (im Wesentlichen bereinigt um die nachstehend im Detail beschriebenen, Sondereinflüsse des 2. Quartals 2019) wie folgt dar:



Die 100%ige Tochtergesellschaft MS Powertrain Technologie GmbH, Trossingen, verkaufte mit Kaufvertrag vom 22. März 2019 die Fertigung der Ventiltriebsysteme für den Daimler-"Weltmotor" in den USA (in 2018: Umsatz knapp Mio. USD 100) mit allen dazugehörenden Maschinen, Umlaufvermögen und Mitarbeitern an die Gnutti Carlo-Gruppe, USA, zu einem Kaufpreis von Mio. USD 40, davon Mio. USD 16 verteilt auf drei verzinste Jahresraten bis April 2022; aus dem Verkauf resultiert ein positives Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von insgesamt rund Mio. EUR 19,5 nach Steuern im 2. Quartal 2019, das in den sonstigen Erträgen ausgewiesen wird. In der Vorjahresperiode lagen keine substantiellen Sondereffekte vor, so dass von einer Bereinigung abgesehen werden konnte.



Der kumulierte Gesamtumsatz betrug in den ersten 3 Quartalen 2019 rund Mio. EUR 174,7 (Vj. Mio. EUR 209,4) und liegt damit mit -16,6% deutlich unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sowie leicht unter Plan.



Die bereinigte Betriebsleistung liegt mit rund Mio. EUR 181,8 (Vj. Mio. EUR 214,7) inklusive der positiven Bestandsveränderungen in Höhe von rund Mio. EUR 7,1 (Vj. Mio. EUR 5,2) mit -15,3 % deutlich unter Vorjahresniveau.



In der Absatzregion USA/Kanada ("Nordamerika") wurden hierbei in den ersten 3 Quartalen 2019 noch Umsatzerlöse in Höhe von insgesamt rund Mio. EUR 47,2 (Vj. Mio. EUR 77,9) erzielt. Das bedeutet, dass bei einem stark gesunkenen Anteil im Vergleich zu den ersten 3 Quartalen des Vorjahres 2018 kumuliert noch rund 27 % (Vj.: 37 %) des konsolidierten Gesamtumsatzes der MS Industrie-Gruppe auf dem nordamerikanischen Markt erzielt wurden.



Der bereinigte Rohertrag liegt mit rund Mio. EUR 88,5 (Vj. Mio. EUR 100,8) deutlich unter Vorjahresniveau. Die Rohertragsmarge hat sich um rund 2,5 Prozentpunkte von 48,1 % auf 50,6 % leicht verbessert.



Es wurde ein bereinigtes Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA - in Höhe von rund Mio. EUR 11,2 (Vj. Mio. EUR 16,8) erzielt, bzw. ein bereinigtes, operatives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT - in Höhe von rund Mio. EUR 0,4 (Vj. Mio. EUR 7,7). In der Gruppe liegt das bereinigte, kumulierte Ergebnis vor Ertragsteuern - EBT - der ersten 3 Quartale 2019 bei rund Mio. EUR -1,3 (Vj. Mio. EUR 6,3) und das bereinigte, kumulierte Ergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen - EAT - der ersten 3 Quartale bei rund Mio. EUR -1,1 (Vj. Mio. EUR 4,8).



Die Differenz zwischen dem bereinigten Ergebnis vor Steuern (EBT) und dem bereinigten Ergebnis nach Steuern (EAT) beruht in den ersten 3 Quartalen 2019 vor allem auf dem laufenden Steueraufwand in Höhe von rund Mio. EUR 1,5 (Vj. Mio. EUR 1,1). Darüber hinaus auf latenten Steuererträgen in Höhe von rund Mio. EUR -1,7 (Vj. Mio. EUR 0,5 latente Steueraufwendungen).



Das unbereinigte Konzerngesamtergebnis der ersten 3 Quartale 2019 beträgt rund Mio. EUR 15,6 (Vj. Mio. EUR 4,7). Die Differenz zwischen dem unbereinigten Ergebnis nach Steuern (EAT) und dem Konzerngesamtergebnis nach Ertragsteuern resultiert in den ersten 3 Quartalen 2019 vor allem aus erfolgsneutral ("OCI") erfassten Unterschieden aus Fremdwährungsumrechnung (EUR-USD) in Höhe von insgesamt Mio. EUR -2,4 (Vj. Mio. EUR +0,7) sowie aus der Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente und Beteiligungen in Höhe von Mio. EUR -0,3 (Vj. Mio. EUR -0,7).



Das den Gesellschaftern des Mutterunternehmens MS Industrie AG zurechenbare, bereinigte Ergebnis pro Aktie - EpS ("Earnings per Share") - beläuft sich für die ersten 3 Quartale 2019 auf Basis des gewichteten Durchschnitts der bis zum 30. September 2019 ausgegebenen Stückaktien (durchschnittlich 29,9 Mio. Stückaktien) nach IAS 33 unverwässert und verwässert auf rund EUR -0,04 (Vj. EUR 0,16 bereinigtes Ergebnis pro Aktie auf Basis von 29,9 Mio. Stückaktien).



Zum Stichtag 30. September 2019 beliefen sich die liquiden Mittel im Konzern auf Mio. EUR 10,7 (31. Dezember 2018: Mio. EUR 2,3). Der Finanzmittelfonds ist positiv und beläuft sich zum 30. September 2019 auf Mio. EUR 3,9 (31. Dezember 2018: Mio. EUR -4,0). Er ist damit im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag 31. Dezember 2018 um Mio. EUR 7,9 gestiegen. Der Anstieg des Finanzmittelfonds ist in erster Linie auf den positiven Cashflow aus Investitionstätigkeit zurückzuführen.



Die Eigenkapitalquote im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2018 leicht gesunken und beträgt bei einer um rund 24,1 % gestiegenen Bilanzsumme zum 30. September 2019 rund 36,9 % (31. Dezember 2018: 38,2 %). Die leicht gesunkene Eigenkapitalquote ist vor allem auf den deutlichen Anstieg der konsolidierten Bilanzsumme sowie auf die im 3. Quartal 2019 erfolgte Dividendenausschüttung aus dem Bilanzgewinn 2018 in Höhe von rund Mio. EUR 2,7 zurückzuführen. Der Anstieg der Bilanzsumme wiederum ist in erster Linie auf die Zugänge an Nutzungsrechten aus der Erstanwendung von IFRS 16 in Höhe von rund Mio. EUR 24,7 zurückzuführen. In absoluten Zahlen hat sich das Konzerneigenkapital um Mio. EUR 13,0 auf rund Mio. EUR 78,3 (31. Dezember 2018: Mio. EUR 65,3) deutlich erhöht.



Die Mitarbeiterzahl in der Gruppe ist per 30. September 2019 im Vergleich zum Vorjahresbilanzstichtag unplanmäßig auf nunmehr 1.134 festangestellte Mitarbeiter gesunken (31. Dezember 2018: 1.249 Mitarbeiter).



Die MS Industrie AG plante ursprünglich, wie im Geschäftsbericht 2018 beschrieben, für das Gesamtjahr 2019 mit einem im Vorjahresvergleich deutlich niedrigeren, industriellen, Konzern-Umsatz in Höhe von rund Mio. EUR 230 bei den im Vorjahresvergleich deutlich steigenden, unbereinigten Kennziffern EBITDA, EBIT, EBT und EAT sowie EpS.



Der Vorstand geht, wie im Geschäftsbericht 2018 beschrieben, für das Gesamtjahr 2019 weiterhin davon aus, dass sich das Geschäft des MS Industrie-Konzerns nach dem erfolgten Verkauf des Fertigungsauftrags "Daimler-Weltmotor" in den USA Ende des 1. / Anfang des 2. Quartals 2019 hinsichtlich Umsatz und Ertrag im Geschäftsjahr 2019 operativ, vor ergebniswirksamen Sondereinflüssen aus dem Verkauf und der folgenden Entkonsolidierung in Höhe von insgesamt rund Mio. EUR +19,5 nach Steuern, wie folgt darstellen wird: Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein deutlich niedrigerer, industrieller Konzern-Umsatz in Höhe von rund Mio. EUR 225 erwartet (rund Mio. EUR 70 weniger als in der Planung vor Verkauf), bei einem deutlich niedrigeren EBITDA, während sich EBIT und EBT zum Vorjahr ebenfalls deutlich verringern dürften, sodass schließlich ein leicht negatives Konzernjahresergebnis deutlich unter dem Niveau des Vorjahres erwartet wird. Nach den Konzernhochrechnungen sollte sich die Rohertragsmarge (Materialaufwand und Bestandsveränderungen in % zu den Umsatzerlösen) leicht positiv und die EBIT-Marge deutlich negativ entwickeln bei einem deutlich niedrigeren Ergebnis je Aktie aus dem laufenden Geschäft.



Der Vorstand geht des Weiteren weiterhin davon aus, dass sich das Geschäft des MS Industrie-Konzerns nach dem erfolgten Verkauf des Fertigungsauftrags "Daimler-Weltmotor" in den USA Ende des 1. / Anfang des 2. Quartals 2019 insgesamt hinsichtlich Umsatz und Ertrag im Geschäftsjahr 2019, nach den ergebniswirksamen Sondereinflüssen aus dem Verkauf in Höhe von insgesamt rund Mio. EUR +19,5 nach Steuern, wie folgt darstellen wird. Für das Geschäftsjahr 2019 wird ein deutlich niedrigerer, industrieller Konzern-Umsatz in Höhe von rund Mio. EUR 225 erwartet (rund Mio. EUR 70 weniger als in der Planung vor Verkauf), bei einem deutlich steigenden EBITDA, EBIT und EBT. Auch nach den erwarteten Steuereffekten aus dem Teilverkauf in den USA (rund Mio. EUR 1,8), wird ein Konzernjahresergebnis deutlich über dem Niveau des Vorjahres erwartet. Nach den Konzernhochrechnungen sollte sich die Rohertragsmarge (Materialaufwand in % zu den Umsatzerlösen) und die EBIT-Marge deutlich positiv entwickeln bei einem deutlich verbesserten Ergebnis je Aktie. Auf Basis des erwarteten positiven Jahresergebnisses wird auch für 2019 wieder ein deutlicher Anstieg des Konzerneigenkapitals erwartet.



Es wird, wie im Geschäftsbericht 2018 beschrieben für das Gesamtjahr 2019 weiterhin erwartet, dass sich der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht besser entwickeln wird. Hinsichtlich des Cash-Flows aus der Investitionstätigkeit erwarten wir insbesondere aus dem Teilverkauf USA im Vergleich zu 2018 deutlich positive Veränderungen (ohne Teilverkauf USA keine wesentlichen Änderungen zum Vorjahr). Aufgrund der erwarteten Entwicklungen inklusive der Effekte aus dem Teilverkauf USA sollte sich der Verschuldungsgrad deutlich verringern und die Eigenkapitalquote entsprechend steigen. Auch nach Berücksichtigung der Bilanzverlängerung durch die erstmalige Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 ergibt sich eine stabile Eigenkapitalquote. Es wird nach heutigem Stand unverändert davon ausgegangen, dass dieses Ziel erreicht wird.



Diese freiwillige Quartalsmitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf derzeitigen Einschätzungen des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Unsicherheiten und Risiken, die durch die MS Industrie AG nicht beeinflusst werden können. Sollten derartige Unsicherheiten oder Risiken eintreten oder sollten sich Annahmen, auf denen diese zukunftsbezogenen Aussagen basieren, als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der MS Industrie AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die MS Industrie AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieser Quartalsmitteilung anzupassen. Weder die MS Industrie AG oder ein mit der MS Industrie AG verbundenes Unternehmen noch Vorstände, Geschäftsführer, Aufsichtsratsmitglieder, Angestellte oder Berater der Gesellschaft, noch andere Personen übernehmen ausdrücklich oder konkludent Zusicherungen oder Gewährleistungen für die Vollständigkeit der in dieser freiwilligen Quartalsmitteilung enthaltenen Daten. Weder die MS Industrie AG oder ein mit ihr verbundenes Unternehmen noch eine vorgenannte Person soll in irgendeiner Art haftbar sein für jedwede Verluste, die direkt oder indirekt durch den Gebrauch dieser freiwilligen Quartalsmitteilung entstehen. Mögliche Fehler oder Unvollständigkeiten der Informationen begründen keine Gewährleistungsansprüche, weder in Bezug auf indirekte oder direkte Schäden noch auf Folgeschäden. Obwohl jegliche erforderliche Sorgfalt angewandt wurde, um sicherzustellen, dass die oben dargestellten Fakten korrekt sowie die hierin dargestellten Ansichten fair und angemessen sind, ist dieser freiwillige Zwischenbericht selektiver Natur. Wenn Informationen und Statistiken aus externen Quellen zitiert werden, sind diese Informationen und Statistiken nicht dahingehend zu interpretieren, dass sie von der Gesellschaft korrekt übernommen oder bestätigt wurden. Dieses freiwillige Dokument stellt weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Aktien der MS Industrie AG dar.



Die MS Industrie AG mit Sitz in München ist die börsennotierte Holding einer fokussierten Industriegruppe mit den beiden strategischen Kernbereichen Antriebstechnik ("MS-Powertrain Technology Group": Systeme und Komponenten für schwere Dieselmotoren und kundenspezifische Elektromotoren) und Ultraschalltechnik ("MS-Ultrasonic Technology Group": Sondermaschinen und Serienmaschinen sowie Ultraschallsysteme und -komponenten). Zu den wesentlichen Kundenbranchen zählen die weltweite Nutzfahrzeug- und die PKW-Industrie, gefolgt von der Verpackungsmaschinenindustrie und dem allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau. Im Rahmen ihrer Strategie konzentriert sich die MS Industrie AG auf vorwiegend organisches Wachstum und Beteiligungen innerhalb der bestehenden industriellen Kernkompetenzen, flankiert durch überwiegend minderheitliche Engagements im industriellen Immobiliensektor, sowie ergänzende Dienstleistungen.



Mit freundlichen Grüßen



MS Industrie AG - Der Vorstand



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